3 Dinge, die du beim Taxifahren in Bangkok garantiert falsch machst

In Bangkok am Flugahfen angekommen haben wir uns ein Taxi genommen, um in die Stadt zu gelangen. Wenn du dich nicht auskennst, ist das IMMER die einfachste Lösung für eine erste Orientierung. Das Taxi winkt man aber nicht einfach zu sich her, sondern man muss, wie in einer guten, deutschen Behörde, an einem Terminal erst mal eine Nummer ziehen. Dir wird dann eine Bucht zugeteilt, wo dein Taxi abfährt. Vom Flughafen aus zahlt man eine Gebühr von 50 Baht (1,20 Euro) und, je nach Ziel, nochmal 50 Baht Mautgebühr für die Schnellstraße – natürlich zusätzlich zur eigentlichen Fahrt. Taxi fahren ist innerhalb Bangkoks aber grundsätzlich sehr günstig. So zahlt man in der Regel pro Fahrt max. 80 Baht (ca. 2 Euro). Achte aber darauf, dass der Fahrer den Zähler anmacht, da er sonst utopische Phantasiepreise behauptet und verlangt.

Fehler 1: Du machst einen Festpreis aus


Ich habe erst mal einen Festpreis ausgehandelt. Als wir dann im Taxi saßen hat der Fahrer ein Gespräch darüber angefangen, wo wir als nächstes hinreisen wollen. Daraufhin versuchte er uns in ein Reisebüro zu schleppen – das wahrscheinlich seinem Vetter vierten Grades gehört – wo man abgezockt wird. Am besten lässt du dich also gar nicht erst auf persönliche Gespräche ein.

 

Da ich umsichtig bin und, zugegeben, ein Kontrollfreak, lasse ich beim Fahren immer Google Maps laufen, um zu prüfen, ob wir auch richtig gefahren werden. So ist mir aufgefallen, dass unser Taxifahrer… nennen wir in Jack …. uns 2 Kilometer früher rausschmeißen wollte als ausgehandelt! Es staute sich auf der Straße und Jack hatte wohl keine Lust mehr im Verkehr zu stehen. Aber da ich dank Google wusste, wie weit es noch war, haben wir uns geweigert auszusteigen und ihm nochmal deutlich klar gemacht, dass er uns doch bitte zur vereinbarten Adresse fahren soll. Das klappte dann am Ende auch, also alles gut. Es ist nur unnötig und anstrengend, nicht abgezockt zu werden und immer wieder auf die Einhaltung von Abmachungen zu achten, weil es außer einem selbst keiner macht. Also mache ruhig einen Festpreis aus, poche dann aber auch auf die Einhaltung oder lebe mit der Konsequenz, dass dir trotzdem Geld aus der Tasche gezogen wird. 

Fehler 2: Du legst dich mit dem Taxifahrer an


Wir stiegen in ein Taxi und fuhren schon als uns auffiel, dass der Taxameter nicht läuft. Nach etwas Gemecker hat Jack II. dann endlich den Zähler angemacht und wollte über den Highway fahren. Das wären 50 Baht (ca. 1,20 Euro) mehr gewesen. Deshalb bat ich ihn, den langen Weg zu nehmen, der auch nur 5 Minuten länger dauerte. Jack II. hat daraufhin angefangen zu diskutieren und wurde auch sehr unhöflich…. Nein, nennen wir es beim Namen, er wurde rotzfrech. Damit meine ich, dass er schön ordentlich den ganzen Rotz aus seinem tiefsten Inneren hochgezogen und lauthals aus dem Fenster katapultiert hat, um zu demonstrieren, was er von mir hält. Dann trat er wie ein Irrer aufs Gas und fuhr mit einem riesen Karacho durch die Gegend, um uns Angst einzujagen. Tja … da hatte er sich mit der Falschen angelegt. Ich kurbelte das Fenster herunter, zog ebenfalls alles hoch, was nur ging – bei einem Mädchen meiner Statur ist das allerdings im Vergleich ziemlich kläglich – spuckte ebenso provokant aus dem Fenster und sah ihn finster von unten an.* Damit hatte er nicht gerechnet und drückte aus Wut noch mehr auf die Tube. Zum Glück kam im Radio, gerade als wir auf eine 90 Grad Kurve zuschossen, ein Lied im Radio mit dem Inhalt: take the long way home, don’t crash, rather be safe…. Wenn das mal kein Zeichen war!

 

*Na gut, ich hab nicht wirklich gespuckt, aber in meinem Kopf hat sich das Szenario genau so abgespielt!

Fehler 3: Du hast nichts gelernt und machst wieder einen Festpreis aus


Wir haben Jack III. für einen ganzen Tag bezahlt, damit er uns nach Ayutthaya bringt und dort von Tempel zu Tempel fährt. Angefangen haben wir aber erst um 12:00 Uhr. Um 15:00 Uhr wollte er uns dann auf einmal wieder nach Hause fahren. Das ganze artete dann wieder in einer Diskussion aus, die nur deswegen nicht in einem handfesten Streit ausartete, weil wir die Diskussion über die App Google Translate und mithilfe von Händen und Füßen mitsamt sämtlicher Zehen miteinander geführt haben, da Jack III. kein Wort Englisch und ich kein Thai konnte. Schlussendlich habe ich dann aber wieder gewonnen und diesmal, ohne (in meinem Kopf) aus dem Fenster spucken zu müssen!

Fazit: Lass dich NICHT verarschen! Wenn du in Bangkok ankommst, scheint dir auf der Stirn „Goldesel – bitte am Schwanz ziehen“ zu stehen. Sie werden es versuchen. Immer wieder. Vor allem, wenn du weiblich und dazu noch blond bist. Aber: Biss und Wachsamkeit zahlen sich aus … und wenn’s nicht anders hilft, auch ein bisschen Spucke.

Es muss nicht immer das Taxi sein


Wenn man sich den ganzen Stress mit Jack I-III nicht antun möchte, kann man es sogar noch günstiger haben! Eine Zugfahrt kostet in der Regel zwischen 30 Baht und 40 Baht, also knapp 1 Euro. Oder du fährst mit dem local bus, da kostet das Ticket nur unschlagbare 13 Baht (dafür gibt es keine Cent-Entsprechung)!!! Setz dich einfach in den Bus, es wird jemand kommen, der kassiert.

 

Hast du auch schon kuriose Erfahrungen mit Taxifahrten in fremden Ländern gemacht?

Ich freue mich davon zu lesen!

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